Die Anzahl der Jugendlichen in Warteschleifen, wie z.B. im Berufgrundbildungsjahr, im Berufsvorbereitungsjahr oder in Berufsfachschulen sind in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Zwischen 1994 und 2003 erhöhte sich allein die Schülerzahl an Berufsfachschulen (BFS) um 69% (!) auf rund 500000 Jugendliche.
1/2 Million Menschen deren Zukunft höchst ungewiss ist und lt. dem ARD Magazin "Report Mainz" wirken sich BFS negativ auf die Zukunftschancen Jugendlicher aus.
Diese Ansicht wird auch von Thomas Dauser und Stefanie Helsper vom Bundesinstitut für politische Bildung geteilt. BFS fungieren aufgrund der Lehrstellenmisere als Auffangbecken für die Jugendlichen, die nur Absagen auf ihre Bewerbungen erhalten haben. In der Theorie können Hauptschüler dort ihren Realschulabschuss "nachholen", um dadurch ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen. In der Praxis ist dies offenbar nicht der Fall.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat im Auftrag der Bundesregierung mehrere BFS untersucht. Im Ergebnis verbessert der BFS-Abschluss die Chancen auf eine betriebliche Ausbildungsstelle nicht. 1500 Schulabgänger wurden befragt. Ergebnis: Je älter die Bewerber sind, desto schwerer haben sie es auf dem Ausbildungsmarkt.
Für die DGB-Jugend Nord sind schulische Warteschleifen keine Lösung. Wir fordern schon seit geraumer Zeit eine gerechte Umlagefinanzierung, die ausbildende Unternehmen belohnt und diejenigen Unternehmen zur Kasse bittet, die ihrer Ausbildungspflicht nicht nachkommen.
Wie und warum eine Umlagefinanzierung/Ausbildungsplatzabgabe möglich und nötig ist erfahrt ihr unter
http://www.dgb-jugend.de/UNIQ115399320001915/doc90089A.html
| < Zurück | Weiter > |
|---|



