Ausbildungsmarkt in Hamburg bleibt gespalten
Zur aktuellen Situation auf dem Ausbildungsmarkt in Hamburg
Die DGB Jugend meint: „Die große Zahl der offenen Ausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir einen gespaltenen Ausbildungsmarkt in Hamburg haben.
Auf der einen Seite gibt es die leistungsstärkeren Jugendlichen, die sich den Betrieb aussuchen können und auf der anderen Seite diejenigen, die es aufgrund nicht so guter Voraussetzungen schwer haben, einen Platz zu finden. Es muss der Anspruch an Unternehmen sein, dass sie auch leistungsschwächeren Bewerbern eine Chance geben.“
Die DGB Jugend wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass „trotz aller öffentlichen Jammerei über zu wenige Bewerber und dem angeblichen Fachkräftemangel“ die Zahl der unversorgten Bewerber mit 2.829 den höchsten Stand der letzten Jahre erreicht und im Vergleich zum Vorjahr um 19,7 Prozent zugelegt hat. Zudem sei dies nur ein Ausschnitt, da hier nur diejenigen gezählt werden, die über die Arbeitsagentur einen Platz suchen. So fänden sich in der Statistik momentan gerade mal 22 Prozent der aktuellen Schulabgänger als Bewerber in der Statistik wieder.
Dass die Arbeitslosigkeit von jungen Leuten bis zum Alter von 25 Jahren im Vergleich zum Vormonat um 18,4 Prozent auf 5.890 gestiegen ist, begründet die Agentur für Arbeit mit dem Ausbildungsende.
DGB Jugend: „Wir bekräftigen unsere Forderung, dass Firmen ihre Auszubildenden übernehmen sollen und sie nicht ewig im Ungewissen lassen dürfen. Es kann nicht sein, dass rund die Hälfte der Azubis in ihrem letzten Ausbildungsjahr nicht wissen, ob sie eine Folgeanstellung bekommen. Und selbst wenn sie übernommen werden, dann meist nicht in unbefristete Arbeitsverhältnisse.“
So sei dem vielbeschworenen Fachkräftemangel jedenfalls nicht beizukommen.
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